Demo gegen die GEAS-Reform

Kommt zur Demo gegen den Ausverkauf der Menschenrechte am 17. Juni um 12 Uhr in der Windthorststraße!

Die rassistische Reform des europäischen Asylsystems der EU ist ein
Höhepunkt an Menschenverachtung. Der Rückfall selbst hinter die
Standards der Menschenrechte und den Ansprüchen rechtsstaatlicher
Absicherungen wird auf eine neue Stufe gehoben.

Infam präsentiert aber Annalena Baerbock die Einigung als Mittel, um die
inhumanen Zustände an den Außengrenzen zu beheben.
Wahr ist aber das Gegenteil:
Die Reform verschlimmert die Lage an den Außengrenzen durch inhumane
Grenzverfahren. Haftlager werden selbst für Kinder vorgesehen.
Schutzsuchende werden, obwohl auf europäischem Boden, so behandelt, als
wären sie nicht in die EU eingereist und damit von geltenden Rechten
ausgeschlossen. Das heißt: Zum Raum der EU gehören nun ganz offen auch
Räume des Ausnahmezustands nach einem rassistischen Kriterium.
Außerdem wird die Zeit für Grenzverfahren auf 12 Wochen verdreifacht.
Sprich: Asylsuchende werden 3 bis 4 Monate in Camps hinter Stacheldraht
gehalten. Unterstützung für Schutzsuchende wird dabei deutlich
erschwert, falsche Ablehnungen ohne Möglichkeit eines Einspruchs sind
vorprogrammiert.
Dabei bleibt es nicht: Asylanträge können auch direkt abgelehnt werden,
wenn die Person über einen angeblich sicheren außereuropäischen
„Drittstaat“ eingereist ist. Dabei werden die Kriterien, um die
Sicherheit zu messen, massiv gesenkt. Die Regel werden
„Flüchtlingsdeals“ mit Diktaturen sein. Der Kampf gegen Migrant*innen
wird weiter externalisiert.

Rechte Regierungen, wie die Italiens oder Griechenlands, werden dabei in
ihrer offenen Migrant*innenfeidschaft legitimiert und geradezu dazu
eingeladen, brutalste Politiken umzusetzen. Die Reform leitet die
Außengrenzstaaten dazu, die Zustände in Moria und Lesbos oder die
Aufnahmeverfahren in Italien so zu verschlimmern, dass sie als
Abschreckung dienen.
Scholz schüttelt hier gemütlich der Postfaschistin Meloni die Hand.
Die Reform muss auch als Normalisierung rechter Positionen verstanden
werden – vollzogen durch die bürgerlichen Parteien.

Gegen die rassistische Bekämpfung von Migrant*innen durch die EU – Gegen
die rechte Normalisierung – Für Bewegungs- und Bleiberecht für alle –
rufen wir zu einer Demo am Samstag, den 17.6.2023, um 12 Uhr an der
Windthorststraße auf!

The racist reform of the European asylum system of the EU is a climax of
contempt for humanity. The regression even behind the standards of human
rights and the claims of constitutional safeguards is raised to a new level.

Infamously, however, Annalena Baerbock presents the agreement as a means
to remedy the inhumane conditions at the external borders.
The truth, however, is the opposite:
The reform worsens the situation at the external borders through
inhumane border procedures. Detention camps are provided even for
children. Protection seekers, although on European soil, are treated as
if they had not entered the EU and thus excluded from applicable rights.
In other words, the space of the EU now quite openly includes spaces of
the state of emergency according to a racist criterion.
Moreover, the time for border procedures is tripled to 12 weeks. In
other words, asylum seekers will be held in camps behind barbed wire for
3 to 4 months. Support for those seeking protection will be made much
more difficult, and false rejections without the possibility of an
appeal are inevitable.
It does not stop there: asylum applications can also be rejected
directly if the person entered via an allegedly safe non-European „third
country“. In the process, the criteria to measure safety are massively
lowered. The rule will be „refugee deals“ with dictatorships. The fight
against migrants will be further externalized.

Right-wing governments, such as those of Italy or Greece, will be
legitimized in their open hostility to migrants and virtually invited to
implement the most brutal policies. The reform directs the external
border states to exacerbate the conditions in Moria and Lesbos or the
reception procedures in Italy in such a way that they serve as a deterrent.
Scholz is cozily shaking hands with post-fascist Meloni here.
The reform must also be understood as the normalization of right-wing
positions – carried out by the bourgeois parties.

Against the racist fight against migrants by the EU – Against right-wing
normalization – For movement and right to stay for all – we call for a
demo on Saturday, 17.6.2023, at 12 pm at Windthorststraße!

Seebrücke Münster
Lokalgruppe Sea-Eye Münster
Bündnis gegen Abschiebungen
Aktion Bürger*innenasyl Münster