Pressemitteilung zur Demonstration am 09. September 2020

Moria brennt! Evakuiert alle Lager!

Über 800 Menschen haben am vergangenen Mittwoch (09. September) auf dem Prinzipalmarkt gemeinsam für eine sofortige Evakuierung aller Geflüchtetenlager an der EU-Außengrenze demonstriert. Das Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesvos ist in der Nacht zu Mittwoch abgebrannt. Es war eine angekündigte Katastrophe – es war nur eine Frage der Zeit.

Die Wut und das Unverständnis darüber, dass es erst zu einem Brand in Moria kommen muss, damit wieder über eine allgemein bekannte Situation gesprochen wird, zeigte sich deutlich. So hieß es auch im letzten Redebeitrag: „Dies soll die letzte Demo sein, in der wir Politiker:innen zum Handeln auffordern. Die Lage ist zu ernst um noch geduldig zu sein. Und wenn sich die Politik jetzt nicht bewegt und handelt, dann werden wir das tun!“

Die gesamte Pressemitteilung sowie Fotos von der Demonstration findet ihr hier:

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Moria brennt!

Heute, 09.09. 18.30 Uhr Windhorststraße/Hauptbahnhof

Jetzt brennt’s!

Das Geflüchtetenlager Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist heute Nacht abgebrannt. Es ist eine angekündigte Katastrophe – es war nur eine Frage der Zeit.

Die katastrophale Situation in Moria ist seit langem bekannt: In dem Lager, das ursprünglich für 3000 Personen ausgelegt ist, lebten bis gestern Abend mehr als 13.000 Menschen.
In Zeiten der Corona-Pandemie mussten Tausende in Zelten oder im Freien schlafen, es gab nicht genügend sanitäre Anlagen, für Nahrung mussten die Menschen oft stundenlang anstehen. Abstand halten, sich vor dem Virus schützen, war in dieser Situation nicht möglich.

Letzte Woche war es so weit: Corona kam in Moria an und verbreitete sich schnell. Statt die Menschen zu evakuieren, wurde beschlossen, Corona einzuzäunen und zum geschlossenen Camp zumachen. Die Menschen sollten zusammen mit der Seuche eingesperrt werden.
Und jetzt: Brennt es.

Es ist auch egal, was die unmittelbare Ursache des Brandes ist.
Die Verantwortung ist klar: Dieser Brand ist Folge der rassistischen Politik der Abschottung und Einsperrung der EU-Staaten, die das Sterben von Menschen als Mittel in Kauf nehmen.

Gleichzeitig haben sich in den vergangenen Jahren über 170 Städte und Kommunen allein in Deutschland zum Sicheren Hafen erklärt; Mission Lifeline hat im März angeboten, die Menschen aus Moria mit Charterflügen zu evakuieren – doch auch dieser Einsatz wird von Seehofer & Co. blockiert.

ALLE Lager evakuieren! JETZT!
Schafft die Festung Europa ab!

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Moria brennt!

Bereitet euch heute Abend auf spontane Aktionen in Münster vor. Sobald weitere Informationen verfügbar sind, geben wir Bescheid!

Seit letzter Nacht brennt das Lager Moria! #Dreizehntausend Menschen leben auf Lesbos gerade auf der Straße, weil das Camp fast vollständig zerstört ist. Die Lage in den Camps auf den griechischen Inseln ist seit Jahren katastrophal – jetzt kommt es zu einer extremen Notsituation für alle Menschen, nachdem letzte Woche bereits die ersten Corona Fälle bestätigt wurden.

Der Brand in #Moria zeigt das Versagen der europäischen und deutschen Politik. Über 170 Städte und Kommunen sind aufnahmebereit!

In Städten wie Berlin, Leipzig, Köln und Tübingen sind schon Protestaktionen geplant. Wir rufen zu weiteren spontanen Demonstrationen auf: Evakuiert die Lager, denn #WirHabenPlatz!

Quelle: Foto: dpa/Panagiotis Balaskas

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Am 22. August 2020 nach Hanau!

Die Angehörigen der Opfer des rassistischen Terroranschlags vom 19. Februar in Hanau, Überlebende und Unterstützer*innen rufen für den 22. August 2020, sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod von neun Menschen, zur Demonstration und Kundgebung nach Hanau auf.

Es wird eine gemeinsame Anreise mit dem Bus aus Münster geben. Abfahrt ist am 22.08 um 08:15 Uhr.

Tickets für den Bus gibt es in der Leo-Kneipe zu den normalen Öffnungszeiten. Die Tickets kosten 5-10€. Bezahl‘ soviel wie du kannst. Solltest du das Ticket nicht bezahlen können, komm trotzdem mit. Schreib uns und wir finden eine Lösung!

Weitere Informationen zur gemeinsamen Anreise gibt es hier!

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Vortrag: Grenzkritik mit Lisa Doppler

„Solidarität und Widerstand. Antirassistische Perspektiven auf Solidarität im Dialog mit geflüchteten Aktivist*innen“

01. Juli 2020; 19:00 Uhr Online

In neueren und neuesten sozialen Bewegungen stellt sich die Frage nach Solidarität weiter und neu: Wer soll wie mit wem solidarisch sein? Diese Fragen werden am Beispiel antirassistischer Solidarität mit Bezug auf Sozialphilosophie und Aussagen geflüchteter Aktivist*innen diskutiert.

Weitere Informationen gibt es hier
Grenzkritik – Solidarität und Widerstand

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Kundgebung „We can’t breathe“

14:00 Uhr Schlossplatz Münster

organisiert durch den Zusammenschluss Schwarzer Menschen und das Odak Kulturzentrum.

Rassismus ist nicht nur individuelle Gesinnung, sondern eine strukturelle Tatsache! Dieses Verhältnis ist auch in den staatlichen Organen und Institutionen fest eingeschrieben. Es begegnet vielen von uns überall und tagtäglich. Wir wollen mit dieser Kundgebung betroffenen Menschen die Chance geben, auf den strukturellen Rassismus in Deutschland aufmerksam zu machen, der viele Facetten hat und sich auf unterschiedliche Weisen in institutionellen, behördlichen, gesellschaftlichen Sphären etabliert hat.

Wir müssen anfangen, uns in diesem Land mit Rassismusproblemen zu befassen!

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From Münster to Minneapolis: Fight the racist System!

Nach dem rassistischen Mord an George Floyd rufen mehrere migrantische Organisationen aus Münster zu einer Kundgebung gegen rassistische Zustände und Gewalt für den 6.6 auf. 

Es Folgt eine Solidaritätserklärung von den Gruppen: Bündnis gegen Abschiebung Münster, Ende Gelände Münster, No Limit – offener antifaschistischer Treff Münster, Interventionistischer Linke Münster, Seebrücke Münster und Eklat Münster.

Mit diesen Zeilen möchten wir uns mit dieser Initiative solidarisieren und ebenfalls zur Beteiligung aufrufen.

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23. Mai – Evakuiert ALLE Lager!

Corona ist tödlich – besonders für diejenigen, die sich nicht davor schützen können. In den Lagern auf den griechischen Inseln sind geflüchtete Menschen diesem tödlichen Virus weiterhin auf engstem Raum ausgeliefert. Seit Wochen  fordern bundesweit zehntausende Menschen die sofortige Evakuierung der griechischen Lager, um eine humanitäre Katastrophe zu verhindern.
Am 23. Mai werden wir diese Stimmen wieder bündeln und gemeinsam in Deutschland und Europa zeigen: Die Menschen in den europäischen Lagern gehören hierher – LeaveNoOneBehind!

Am 23.05 ab 11 Uhr werden vier unabhängige Kundgebungen organisiert. Wir werden uns dezentral und mit Hygieneschutzmaßnahmen die Plätze und Straßen der Stadt nehmen. An folgenden Orten werden Kundgebungen von Bewegungen, Organisationen und Parteien organisiert, die an diesem Aktionstag sichbar machen, was viele nicht sehen wollen:

  • Hafenplatz (11 Uhr)
    Thema: Klima & Flucht
  • Stubengasse (11 Uhr)
    Thema: Lagerproblematik & feministische Perspektive
  • Bremer Platz (11 Uhr)
    Thema: Authoritäre Formierungen
  • Servatiiplatz (11 Uhr)
    Thema: Kapitalismus, Flucht und Migration

Anschließend werden wir auf dem Schlossplatz zusammenkommen und um 12:30 Uhr mit einer gemeinsamen Kundgebung aller aufrufenden Gruppen und Initiativen abschließen.

  • Schlossplatz (12:30 Uhr)
    Organisiert durch SEEBRÜCKE, Bündnis gegen Abschiebungen, Münster – Stadt der Zuflucht

Wir sehen uns auf der Straße oder im Netz!
Wir bleiben laut, bis alle Lager evakuiert wurden!

Weitere Informationen zu den verschiedenen Kundgebungen, den gesamten Aufruf und eine Liste aller Unterzeichnenden gibt es hier:

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Covid-19 ist ein reales Problem – Für die Menschen in Lagern und unsere Proteste

Unsere Aktionen richten sich nicht gegen die Corona-Schutzmaßnahmen – im Gegenteil: Wir wollen, dass alle Menschen in Umständen leben, in denen sie Abstand halten und die Hygieneregeln befolgen können. Deswegen müssen die Lager für geflüchtete Menschen auf den griechischen Inseln, in Deutschland und überall sofort evakuiert werden. Wir werden unsere Grundrechte wahrnehmen und für eine humanitäre Politik demonstrieren, doch wir werden bei all unseren Aktionen darauf achten, andere nicht in Gefahr zu bringen.

Kein Verständnis aber haben wir für diejenigen, die seit einigen Wochen im Rahmen der sogenannten “Hygiene-Demos” Seite an Seite mit Pandemie-Leugner*innen und Rechtsextremen demonstrieren. Das Virus ist echt – ebenso wie unsere Sorge vor einer neuen rechten Sammelbewegung unter dem Deckmantel des Schutzes der Grundrechte. Der Protest für die Einhaltung der Grundrechte ist mit den Verschwörungs- und Vernichtungsphantasien der extremen Rechten schlicht nicht vereinbar.

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